Alexander Knabe – Trainer der Frauen 3 beim TuS Metzingen

Alexander Knabe – Trainer der Frauen 3 beim TuS Metzingen

Bild: Geschäftsführer Thomas Gehring, Kreisläuferin Svenja Hübner und Frauen3-Trainer Alexander Knabe beim gemeinsamen Fotoshooting

 

Interview mit unserem Mitarbeiter Alexander Knabe über sein neues Hobby

 

Alexander Knabe ist bei Ahlstrom-Munksjö Dettingen verantwortlich für die Werksversorgung (beinhaltet die Kläranlage, das Kesselhaus, die Frischwasserversorgung, die Druckluftaufbereitung, das Heizsystem der Gebäude und die Sprinkleranlage) und zeitgleich Betriebsratsvorsitzender – beruflich ist er also voll ausgelastet.

In seiner Freizeit war noch etwas Luft: Er macht täglich ausgedehnte Spaziergänge mit seinen zwei Hunden, reist gerne in die Champagne nach Frankreich und ist seit Neuestem auch Trainer für die 3. Frauenmannschaft der TuS Metzingen e.V. Wir haben Alexander Knabe nach seinem neuen Hobby gefragt.

Alexander, beschreibe kurz Deinen Werdegang und Deine jetzige Tätigkeit bei uns.

A. Knabe: „Also anfangen hat das alles 1996, da habe ich mich auf eine Stelle im Kesselhaus hier in Dettingen beworben, mit der Option diese auch zu leiten. Zu diesem Zeitpunkt gab es im Saarland, wo ich geboren bin, große Probleme in der Montanindustrie. Es wurden Kraftwerke, Kokereien und Gruben geschlossen. Wir, die gut ausbildeten Jungen, hatten dadurch wenige Chancen auf eine Führungsposition. Also sagte ich mir, warum nicht das schöne Saarland verlassen und nach Baden-Württemberg ziehen. Nach dem Vorstellungsgespräch ging dann alles ganz schnell: der damalige Personalchef hatte noch am selben Tag bei mir zu Hause angerufen (Handys gab es noch nicht) und gesagt, dass ich schnellstmöglich anfangen dürfte. Also habe ich mit meinem damaligen Arbeitgeber vereinbart, dass man mich für ein halbes Jahr nach Dettingen ausleihen kann. So habe ich dann am 20.12.1996 angefangen. Da mir die Aufgaben und das Umfeld sehr gefallen haben, bin ich dann zum 01.04.1997 fest eingestellt worden. 2000 hatte ich dann das Glück, den Neubau unseres Kesselhauses mitzugestalten, welches wir dann im Contracting bis 2018 betrieben haben. Seit 2019 betreiben wir dieses wieder in Eigenregie. Im Laufe der Jahre hat sich mein Verantwortungsbereich immer weiter ausgedehnt, welcher nun die gesamte Werksversorgung beinhaltet. Mir wurde durch die vielen Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen die Möglichkeit einer fundierten Weiterbildung ermöglicht. Das ist ein kleiner Teil meiner beruflichen Entwicklung in 22 Jahren. Neben meiner beruflichen Laufbahn bin ich jetzt auch seit fast 18 Jahren Mitglied im Betriebsrat, seit 6 Jahren Vorsitzender, seit 2 Jahren Europabetriebsratsvorsitzender der Ahlstrom Munksjö Oyj und seit 4 Jahren auch Mitglied in der Tarifkommission BaWü. Was ich dort so alles erleben durfte, würde hier jetzt den Rahmen sprengen.“

Du bist jetzt Trainer der „Frauen 3 Mannschaft“ der Handballabteilung TuS Metzingen. Wie kam es dazu?

A. Knabe: „Naja, wie jeder jetzt weiß, hab ich einfach zu viel Freizeit. Nein, Spaß. Meine Tochter Viviane spielt seit 10 Jahren Handball bei der TuS, so habe ich mitbekommen, dass die TuS gerne auch Spielerinnen die Möglichkeit bieten möchte Handball zu spielen, die nicht im Profikader oder in der dritten Liga spielen können. Auch bei den Damen ist es ein großer Schritt von der Jugend in den aktiven Bereich. Durch diese neue Mannschaft werden wir versuchen, den Abstand von der Jugend bis zur nächsten Entwicklungsstufe zu verkleinern. Wobei der Spaß und die Freude am Spiel Priorität hat. Da habe ich mir gedacht, so etwas muss man unterstützen und habe meine Hilfe angeboten.“

Bestimmt hast Du selbst aktiv Handball gespielt. Erzähle kurz darüber.

A. Knabe: „Ja klar war ich selbst mal aktiv. Ich habe früher im Saarland beim SC Saargold Lisdorf gespielt. Heute bekannt als HG Saarlouis. Dort habe ich nach der Jugend in der zweiten Handballbundesliga gespielt. Leider, oder vielleicht zum Glück, habe ich mich in der Saisonvorbereitung 1992 im Training verletzt. Mit einem Bänderriss im linken Sprunggelenk, welcher damals noch operiert wurde, bin ich 6 Wochen ausgefallen. So habe ich die gesamte Vorbereitung verpasst und zu diesem Zeitpunkt war ich ja noch in meiner Ausbildung. Da mein Arbeitgeber wusste, dass ich aktiv Handball spiele, stellte er mich vor die Wahl: Handball oder Beruf. Wie meine Wahl ausgefallen ist, das könnt Ihr Euch, glaube ich, denken.“

Welche Ziele möchtest Du gemeinsam mit Deinem Team erreichen?

A. Knabe: „Wie ich eben schon sagte, möchten wir den Abstand zu den anderen Mannschaften der TuS verkleinern und allen Spielerinnen, die nicht die Zeit haben, diesen ungeheuren Aufwand für die 1. oder 3. Liga oder Jugendbundesliga zu betreiben, trotzdem eine Möglichkeit geben, weiter bei der TuS Handball zu spielen. Wir denken, dass dies ein wichtiger Beitrag ist, den Breitensport zu fördern und natürlich die Spielerinnen im Verein zu halten, denen die Perspektive fehlte.“