Mannschaftssponsoring TUSSIES Metzingen

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Interview mit unserer Patronatsspielerin Svenja Hübner

 

Die Handballbundesliga-Spielerinnen der TUSSIES in Metzingen sind Vorbilder für viele junge Menschen in der Region und verkörpern Tugenden wie Leidenschaft, Kampfgeist, Teamwork und Fairplay – Werte, die auch für den Erfolg im Unternehmen unabdingbar sind.

Bereits seit 2018 sind wir Teampartner der TUSSIES und unterstützen den Erfolg der Mannschaft. In der neuen Saison haben wir zusätzlich das Spielerinnenpatronat für Svenja Hübner übernommen. Die ehemalige Spielerin des Handball-Drittligisten SV Allensbach spielt seit dieser Saison für den Erstligisten TuS Metzingen und ist ein Riesentalent. Die 23-jährige hat ein BWL- und Gesundheitsmanagementstudium abgeschlossen und arbeitet trotz neunmaligem Training pro Woche noch halbtags. Das ist auch vor dem Hintergrund der sich ständig verändernden Arbeitswelt eine Herausforderung und benötigt mehr denn je Widerstandfähigkeit, die sogenannte Resilienz.

Wir haben Frau Hübner gefragt, wie sie es schafft, Arbeit und Bundesligahandball unter einen Hut zu bekommen und welche Strategien sie hat, um gut mit der Doppelbelastung klarzukommen.

Frau Hübner, Sie spielen Handball in der Bundesliga. Anders als Kollegen im Fußball, können Sie trotz dieser hohen Spielklasse in Deutschland nicht allein vom Sport leben. Daher arbeiten noch auf einer 50-Prozent-Stelle. Wie sieht Ihr Wochenplan mit der Kombination aus Arbeit, Training und Spielen aus? Welcher Zeitaufwand steckt dahinter?

Svenja Hübner: „Der Aufwand ist in der Tat hoch. Wir haben normalerweise neun Trainingseinheiten in der Woche. Untergliedert ist das dann in Vormittags- und Nachmittagstraining. Wobei morgens Kraft- oder Individualtraining ansteht. Dafür muss ich jedoch nicht immer unbedingt bei der Mannschaft sein. Mein Arbeitgeber ist mir sehr entgegen gekommen, indem er mir ermöglicht hat, einen Teil meiner Arbeit im Homeoffice zu erledigen. Viele meiner Mitspielerinnen gehen gar nicht arbeiten. Ich brauche den Job jedoch als Ausgleich.

Wer hochklassig Sport betreibt, tut dies nicht erst seit gestern. Meist fängt die Doppelbelastung schon in der Schulzeit an. Wann fällt es Ihnen schwer, Sport und Arbeit zu verbinden? Und woher nehmen Sie die Motivation, dennoch immer weiter zu machen?

Svenja Hübner: Ich habe schon früh gelernt, beide Welten miteinander zu kombinieren. Das fing schon beim Handball im Jugendbereich an. Damals hatten wir öfter Wettkämpfe am Wochenende. Natürlich musste ich auch irgendwie meine Schulaufgaben machen. Das habe ich dann in den Spielpausen oder der freien Zeit erledigt. Auch heute ist Organisation alles. Ich liebe die Abwechslung zwischen Job und Sport. Würde ich nur Handball spielen, würde mir wohl irgendwann die Decke auf den Kopf fallen. Umso glücklicher bin ich, dass ich die Möglichkeit habe, beide Bereiche miteinander zu verknüpfen.

Resilienz ist unter anderem die Fähigkeit, nach Niederlagen wieder aufzustehen. Wie gehen Sie mit Niederlagen um – im Sport und im Job? Übertragen Sie die Erfahrungen in den jeweils anderen Bereich?

Svenja Hübner: „Ich merke, dass jeder der beiden Bereiche wichtig ist und diese auch in Verbindung zueinander stehen. Wenn ich auf dem Spielfeld einen Fehler mache, dann ärgert mich das. Ich versuche es beim nächsten Mal besser zu machen. Durch den Sport habe ich gelernt zu akzeptieren, dass Niederlagen zum Leben dazu gehören. Und genauso versuche ich auch auf der Arbeit, Fehler nicht wieder zu machen, immer besser zu werden.“

Wo finden Sie Zeit zur Erholung, beziehungsweise was ist Erholung für Sie?

Svenja Hübner: „Erholung bedeutet für mich, wirklich abzuschalten. Das kann ich am besten bei einem langen Spaziergang. Ab und an stelle ich dann auch mein Smartphone auf lautlos, um ganz für mich zu sein. Der Weg von meinem Arbeitsplatz hin zum Vereinsgelände dauert etwa anderthalb Stunden, weswegen ich natürlich viel Zeit im Auto verbringe. Dann höre ich Musik. Das entspannt mich auch sehr. Alles, was einen wieder runter bringt, hilft. So Dinge wie Yoga oder Lesen beispielsweise.“

Das soziale Netz aus Freunden und Verwandten ist für viele Menschen ein wichtiger Anker, um Kraft zu tanken. Haben Sie Zeit, diese Kontakte zu pflegen?

Svenja Hübner: „Es ist in der Tat so, dass ich nun das erste Mal so richtig von daheim weg bin. Natürlich ist das eine Umstellung, aber in unserer Zeit ist es zum Glück kein Problem zum Handy zu greifen oder auf Instagram zu schauen, was gerade so in der Heimat los ist. So bleibe ich im Kontakt. Ich telefoniere viel mit meiner Familie und versuche auch, mich mindestens einmal in der Woche dort blicken zu lassen.“

Welche Ziele haben Sie? Beruflich und im sportlichen Bereich?

Svenja Hübner: Sportlich gesehen war der Schritt in diesem Jahr enorm. Zwischen dritter und erster Liga liegen Welten, was den Leistungsunterschied betrifft. Insofern ist im Moment immer noch alles neu und aufregend für mich. Dazu kommt, dass das ganze Team noch recht jung ist und viele Spielerinnen ebenfalls neu in der Mannschaft sind. Wir sind Mitte September in die Saison gestartet. Ich merke aber immer noch, dass wir uns in einer Phase des Kennenlernens und Abtastens befinden. Langfristig hoffe ich natürlich darauf, wirklich Fuß zu fassen und noch mehr Einsatzzeiten zu bekommen.